Ziegelei im Modell

Auf einem Modul 80×120 cm habe ich mal eine Ziegelei nachgebaut. In den 60er Jahren konnte ich die Arbeiten in einer Ziegelei mal nach verfolgen, wo es auch eine Feldbahn und einen Eimerkettnebagger gab. Später wurde die Ziegelei geschlossen und es wurden vom Gelände Baustoffe verkauft.

Die Feldbahn, Ziegelei und der Eimerkettenbagger sind von Busch. Die Halle für Baustoffe von Auhagen. Für die Richtigkeit der Beschreibung in folgenden Text übernehme ich eine Gewähr.

Eine Ziegelei ist eine Fabrik in der aus Lehm und Sand Mauerziegeln hergestellt werden. Mit einem Eimerkettenbagger wurde der Lehm direkt in die Kipploren gefüllt und mit einer Feldbahnlok zu den Fabrikgebäuden befördert.

Per Seilzug wurden die Loren anschließend in das Maschinenhaus zum Mischboden gezogen. Bei Bedarf wurde noch Sand oder der Zusatzstoff Bariumkarbonat (gegen Ausglühen) beigemengt. Durch die Mahlräder wurden Steine und ander Verunreinigungen zermalmt. Dann kam es in den Maukmischer wo es befeuchtet und zur einer einheitlichen Masse verknetet wurde.

Eine vollautomatische Abschneidemaschine trennte die Ziegelrohlinge in gewünschte Stärke ab. Danach wurden die Rohlinge auf Holzbretter abgelegt und einem Patanostergestell zugeführt. Mit einem Absatzwagen wurden die Rohlinge in eine Trockenschuppen abegesetzt. Nach dem Trocknen wurden die Rohlinge zum Brennofen gebracht.

Die Rohlinge wurden durch Rauchgase vorgewärmt und dabei getrocknet. Bei 1000 Grad wurden sie dann gebrannt. Nach der Brennung sortierte sie man nach Qualität auf Paletten für den Weiterverkauf oder direkt zum Kunden für den Hausbau u.s.w.